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Tafelsonnenuhr
Tafelsonnenuhr

Tafelsonnenuhr

Auf der Südseite des Braunschweiger Domes befinden sich mehrere Sonnenuhren: Eine Sonnenuhr (1518) über dem westlichen Portal, sowie je eine Sonnenuhr auf dem dritten (ca. 1346) und fünften (ca. 1334) Strebepfeiler des Südschiffes. Am beeindruckendsten ist jedoch die Tafelsonnenuhr von 1716 auf der Südseite des Südturmes. In der Mitte über der XII sind die Buchstaben „F. E. M.“ zu erkennen und lassen als Hersteller Franz Ernst Müller annehmen, der 1710 als Braunschweiger „Mechanikus“ eine Tischsonnenuhr für Herzog Anton Ulrich gefertigt hatte. Die Stunden (römische Zahlen am Rand der Sonnenuhr) und Viertelstunden (Winkelstriche auf dem äußeren Rand) lassen sich anhand des Schattens eines parallel zur Erdachse und damit exakt nach Norden gerichtete Polstabes ablesen. In der Mitte der Sonnenuhr kann man, auf Grund des Schattens des kleinen Knaufes auf dem Polstab, die Jahreszeiten und die Tierkreiszeichen ablesen.

Fensterrosette über der Orgel

Mit der Neugestaltung der Fensterrosette im Westwerk oberhalb der Orgel (welche im 2. Weltkrieg zerstört und nur mit einer Einfachverglasung nach dem Krieg versehen wurde) wurde im September 1981 der Glasmaler Heinz Hindorf aus Michelstadt im Odenwald beauftragt und am Reformationstag, dem 31. Oktober 1982, wurde die „Westrose“ bereits eingeweiht. Nach mehreren Entwürfen kam dem Künstler für die thematische Ausgestaltung eine alte ikonografische Raumordnung in den Sinn, nach welcher die Westseite mittelalterlicher Kirchen häufig der Darstellung des „Jüngsten Gerichtes“ eingeräumt wurde. Der Entwurf mit einer Darstellung des „Jüngsten Gerichtes“ wurde dann auch umgesetzt. So erinnern nun die vier in Posaunen blasenden Engel denjenigen, der auf die Rosette schaut, an seine Endlichkeit: „Memento mori! – Denke daran, dass auch du sterben musst!“ Sie ermahnen das eigene Leben „sub specie aeternitatis – unter dem Gesichtspunkt der Ewigkeit“ zu sehen. Ferner sieht man den Erzengel und Bote Michael mit einer Waage in seiner rechten Hand, der auf den Richter hinweist: „Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, auf dass ein jeglicher empfange nach den er gehandelt hat bei Leibes Leben, es sein gut oder böse!“ Diese Figur ist in helles Licht getaucht: Vor dem Richter gilt kein Versteckspiel mehr. Drei Farben fallen in dieser Rosette besonders auf: blau, rot und weiß. Blau, als Treue Gottes, als geistliche Erkenntnis. Rot, die Farbe des Blutes, das Symbol der göttlichen und dann auch der erwiderten menschlichen Liebe. Weiß, die Farbe der Vollkommenheit, der Eindeutigkeit. Die „Westrose“ besteht, wie auch Rosen anderer Braunschweiger Kirchen, aus eine 10 Sektoren bestehende Kreisform und erinnert so auch an den Jahresablauf.

Tumba Ludwig-Rudolf, Ludowica von Oettingen

Diese Tumba stand ursprünglich direkt über dem Grab des Paares auf der Mittelachse des Doms direkt westlich der Krypta, so konnte man an den Skulpturen vorbeidefilieren und in ihr Gesicht sehen. Bemerkenswert sind die Pleuranten, die alte Männer darstellen und keine Putti. Während der Restaurierung 2013/14 wurde entdeckt, dass die beiden Figuren auf der Standfläche Vorrichtungen haben, die eine Montage an der Wand, dann einander zugewandt, möglich machen.
Ferner sagt Ludowica , die den Herzog 12 Jahre überlebte und wie aus einer Inschrift hervorgeht, dass sie diesen sehr geliebt habe, was so bisher unbekannt war.
Das Herzogpaar sind die Großeltern von Maria Theresia von Österreich.

Grabplatten

An der Längswand des südlichen Seitenschiffs befinden sich einige alte Grabsteine. Diese befanden sich ursprünglich als Grabdecke und somit als Boden im gesamten Raum des Domes. Eine Urkunde gibt Auskunft darüber, dass es einmal 109 bekannte Beisetzungsstätten gab. Anfang des 18. Jahrhunderts, zur Zeit des Herzogs Anton Ulrich, hatten diese Grabplatten sich teilweise gelöst und so gestaltete sich der Boden als uneben und schwer zu begehen. Daher wurden die Grabstätten eingeebnet und einige Grabsteine an der Wand aufgereiht. Ins Auge fällt hier die älteste Platte des Stiftes St. Blasius aus dem Jahr 1349 von dem Kanoniker und Kustos Ludolf von Holling . Sie ist mit einer gotischen Majuskel-Umschrift versehen.

Taufbecken

Das Taufbecken im nördlichen Seitenschiff stammt wahrscheinlich aus dem 12. Jahrhundert, gehört aber nicht zur „Grundausstattung“ des Domes. Da der Dom nicht als Gemeindekirche erbaut wurde, sondern als Memorialkirche, bildeten nur Mitglieder des herzoglichen Hofes die „Gemeinde“. Das Material ist Kalkstein und an seinem oberen, äußeren Rand sind noch Reste einer alten Schrift zu erahnen.

Taufbecken im nördlichen Seitenschiff (12. Jahrhundert)
Taufbecken im nördlichen Seitenschiff (12. Jahrhundert)

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