Grußwort zum Januar

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„Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“ 
So steht es über dem neuen Jahr und das sei, so habe ich gelesen, „Gottes großes Rettungsprogramm“.
Man ahnt die Debatte. 
Ist es nicht ein Wort, das alle die ausschließt, die den Weg zu Gott nicht finden? Oder ist das ein Wort, das all denen das Leben erschwert, die glauben möchten aber nicht können? Ist es eine politische Ansage für alle, die der Flüchtlingsnot an den Grenzen Europas nicht länger zusehen wollen? 
Dazwischen spannt sich breite Wirklichkeit auf…
Darum tut es vielleicht gut, sich bewusst zu machen, dass dieser Vers aus einer der Wundergeschichten des neuen Testaments stammt, genauer: aus einem Speisungswunder. 
Und so betrachtet ist es ein Verheißungswort: 
Wenn wir zu Gott kommen, egal wie leer unsere Hände sind, wenn wir zu Gott kommen, egal wie leer unsere Herzen sind, egal wie müde, mürbe und erschöpft wir nach dieser langen Pandemie sind, wie desillusioniert und enttäuscht womöglich, dann sagt das Johanneswort: „Gott wird uns nicht abweisen“. Er wird Brot geben und Hoffnung, Wahrheit und Zuversicht, Segen und Fülle. Es gibt keine Bedingung. Wer kommt, ist willkommen. Das macht Mut. Mögen Sie diesen Mut auch verspüren.

Mit herzlichen Segenswünschen für ein behütetes 2022 und voller Vorfreude auf gemeinsames Erleben im Braunschweiger Dom
Ihre

            Cornelia Götz               Henning Böger                Ulf Weber
         - Dompredigerin -               - Pfarrer -                      - Pfarrer -