Grußwort für den Monat Oktober

.



Über den Oktober heißt es aus dem Buch des Propheten Jeremia: „Suchet der Stadt Bestes und betet für sie zum Herrn; denn wenn‘s ihr wohlgeht, so geht’s auch euch wohl.“
Der Stadt Bestes suchen, das wollen wir wirklich tun! Voller Dank für all das, was Gott schenkt an Bewahrung und Schutz an Gütern und Hilfe. 
Darum laden wir herzlich ein zum Erntedankfest. 
Dank und Erinnerung an die Zeiten, durch die Gott uns begleitet hat, prägen den Monat Oktober im Braunschweiger Dom. 
Es wird es eine Ausstellung der Künstler Gerd Winner und Georg Oswald Cott geben, die an die innerdeutsche Teilung mit Grafiken und Gedichten erinnert. Alte Kunstformen sollen wachhalten, was vielen Menschen nahezu als unglaubliches Glück erscheint: Das diese Grenze in Deutschland nicht mehr Menschenleben kostet und zugleich 28 Jahre eine kurze Zeit sind; dass Mauern und Grenzen in Köpfen fortbestehen, Wunden in Familien nicht verheilt sind und anderswo auf der Welt immer weiter Mauern hochgezogen werden.
„Suchet der Stadt Bestes“, das bedeutet auch, nicht eng zu werden im Kopf, sondern im Blick zu behalten, was andere Menschen beschwert und umtreibt, wo wir selbst verantwortlich sind und auch schuldig werden. 
Darum laden wir zu einem neuen abendlichen Gottesdienst ein: „Die Dinge beim Namen nennen, vor Gott bringen, was wir nicht mehr übersehen wollen!“ Gemeinsam mit Oberkirchenrätin Sabine Dreßler, Referentin für Menschenrechte, Migration und Flüchtlingsfragen bei der EKD, wollen wir politische Themen vor Gott bringen. Und selbstverständlich sind Sie herzlich eingeladen, den Dom zu besuchen, inne zu halten, den Proben der Domsingschule zuzuhören, die zukünftig in diesem großen Kirchenraum proben wird, damit alle gesund bleiben. 
Mit uns Andachten und Gottesdienste zu feiern und den Monat mit einem großen Festgottesdienst zum Reformationstag zu beschließen. Seien Sie uns von Herzen willkommen!

          Cornelia Götz, Dompredigerin               Henning Böger, Pfarrer