Gemeinsam Bibellesen: Genesis 43

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GENESIS 43

Die Hungersnot wütet und das – nicht das Fehlen Simeons! – treibt die Geschichte voran. Hunger, existentielle eigene Not, nicht Mitgefühl…

Wieder will Jakob seine Söhne losschicken.

Aber sie zögern. Ohne Benjamin wird das keinen Sinn haben.

Jakob hadert und Juda (warum nicht Ruben, der Älteste?) bietet an für den kleinen Bruder zu bürgen und die Verantwortung zu übernehmen, falls etwas passiert. Für Josef hatte das keiner getan!

Nach mühsamen Ringen – der Hunger nagt – ziehen sie los und nehmen die doppele Menge Silber mit, denn sie wollen die letzten Lebensmittel bezahlen und nichts schuldig bleiben.

So kommen sie wieder zu Josefs Haus und sein Verwalter, er, der Ägypter!, grüßt sie mit dem vertrauten Schalom! Friede sei mit euch! Fürchtet euch nicht! Auch die weiteren Worte zeigen: der Ägypter nimmt den Gott der Fremden ernst. Es klingt fast wie ein Bekenntnis.

So kommt es zur zweiten Begegnung mit Josef, der sich angesichts seinen kleinen leiblichen Bruder nur mit größter Mühe zusammenreißt, eilig verschwindet, um weinen zu können. Es ist eine starke körperliche Reaktion, die hier beschrieben wird…

Als er sich wieder gefasst hat, essen sie gemeinsam und doch getrennt, denn den Ägyptern (nicht den so sehr auf Eigenheit bedachten Hebräern!) ist es ein Gräuel, mit Hebräern das Brot zu teilen.